On Tour: Himmel-Herrgotts-Sakrament
Gemeinde Im Aufbruch
1.-3. Mai 2008„Gemeinde Im Aufbruch. Missionarische Gemeindeentwicklung zwischen (Zweit-)Gottesdienst, Glaubenskurs und Hauskreis" - so lautete das Thema des dreitägigen Kongresses in Neuendettelsau, zu dem die Evang.-Luth. Kirche in Bayern Anfang Mai 2008 nach Neuendettelsau (Mittelfranken) eingeladen hatte. Über 120 Teilnehmer, Pfarrer, Kirchenvorstände und Mitarbeitende aus bayerischen und anderen deutschen Kirchengemeinden waren gekommen.
Eingeladen war seit über einem Jahr auch das GoSpecial-Team aus Kissing, um den Teilnehmern ein Beispiel eines erfolgversprechenden „Zweitgottesdienstes in moderner Form" zu demonstrieren.
Und so erlebten die Gemeindeaufbau-Experten und -interessierten des Kongresses den ersten GoSpecial außerhalb Kissings in der Neuendettelsauer Nikolaikirche, - und waren begeistert! Gewürdigt wurde vor allem der professionelle Auftritt des Teams, der thematische Tiefgang und die positive, einladende Ausstrahlung, die auf die Besucher, zu denen auch viele Ortsansässige gehörten, übergriff. So war es wenig verwunderlich, dass in den Gebeten, die von den Besuchern aufgeschrieben wurden, mehrfach zu lesen war: „Ich bete dafür, dass es auch in meiner eigenen Gemeinde irgendwann mal solche tollen Gottesdienste gibt wie den GoSpecial in Kissing!"
Die acht Kissinger Kongressteilnehmer - fünf Kirchenvorstandsmitglieder und drei weitere Mitarbeitende - erlebten drei Tage lang in den Fragen und Rückmeldungen vieler Tagungsteilnehmer aus anderen Gemeinden, dass die Emmausgemeinde Kissing offensichtlich eine solche „Gemeinde im Aufbruch" ist.
Einiges, von dem anderswo geträumt werde, sei hier - so die Rückmeldungen - bereits verwirklicht oder in Entstehung. Auf der Tagung zu hören bekamen sie mehrfach folgende, eigentlich „paradoxe" Aussage:
Ein Pfarrer sagt: „So was würde ich gerne auch in meiner Gemeinde verwirklichen, aber das ist mit meinem Kirchenvorstand nicht zu machen!"
Oder der Vertrauensmann eines Kirchenvorstandes sagt: „So was würden wir gerne auch in unserer Gemeinde verwirklichen, aber das ist mit unserem Pfarrer nicht zu machen!"
Eines ist klar: Der GoSpecial, wie er in Kissing seit 6 Jahren praktiziert wird, ist nur ein Element im Gemeindeaufbau, aber ein überaus wichtiges, weil es die unzähligen kirchendistanzierten Menschen am Ort (immerhin fast 70% der statistisch erfassten Gemeindemitglieder!) in den Blick nehme. Entscheidend dafür sei, so der langjährige Vertrauensmann und Kirchenvorstands-"Urgestein" Jürgen Pflügel „die gute Zusammenarbeit zwischen Pfarrer und Kirchenvorstand und eine große Portion Mut, in der Kirche neue Wege zu gehen".
Das beeindruckte - wie 600 Menschen am 9. März hautnah erleben konnten - auch den Medienprofi Werner Schmidbauer, der dem mittlerweile fast 50-köpfigen GoSpecial Team sagte und groß ins Gästebuch schrieb: „Es geht Oiweiweida!" Hoffentlich auch noch mal mit ihm!
Fotos: Müller
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